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Shell verstaatlichen!

Gestern noch bekam ich Diesel an der Tankstelle für 1.41 Euro, ein ohnehin schon unverschämter Preis. Eben fahre ich an der Tankstelle vorbei: 1.53 Euro! 12 Cent innerhalb eines Tages. Es ist eine absolute Unverschämtheit. Selbst Teile der Mineralölindustrie bestreiten gar nicht mehr, daß diese Preissteigerungen im wesentlichen nur noch durch Spekulationen angetrieben werden. So ist die Lage: Hedgefonds und andere Heuschrecken sozialer Schädlichkeit verzocken in der Immobilienkrise Milliarden. Wenn die Gier das Hirn ausschaltet. Wenn nicht gerade wir Steuerzahler für die Dummheit der Landesbanken bezahlen mußten, suchten die Gierlappen danach, wie der Verlust wieder zu kompensieren ist. Rohstoffe! Eine sichere Sache. Es laufen Milliarden in diesen Markt. Und es gibt letztendlich nur zwei Gewinner: Die Spekulanten, deren soziales Gewissen ungefähr die Größe eines Atoms hat und Shell und Co. Und natürlich nutzen die Mineralölkonzerne diese Steilvorlage und erhöhen ihre Preise im Minutentakt. Dabei sind sie sich nicht zu schade auch noch die letzte dämliche und so offensichtlich unwahre Begründung für den Preisanstieg zu finden. Heute zum Beispiel ist es in Wirklichkeit der nahende Beginn der Ferien. Taschen voll. Um es hier klarzustellen: Ich bin kein Verfechter von kommunistischen Gedankengut, aber irgendwann ist Schluß! Wenn ich lese, Shell behauptet noch dreist, an dem Benzinverkauf kaum etwas zu verdienen, kommt mir die Galle hoch. Ein simpler Blick auf die Gewinn-Zahlen des Unternehmens straft das als dreiste Lüge. Die Gewinne entsprechen einem Haushalt kleiner Staaten. Denn Shell bohrt nach Öl, Shell transportiert Öl, Shell raffiniert Öl und Shell verkauft Benzin und Diesel. Es wird in jeder Stufe massig verdient. Es ist geradezu lächerlich, Shell verdiene nicht am Benzin. Dann werden Preise erhöht, sowie das Barrel Öl an dem Rohölmarkt steigt. Doch bis das die Zapfsäule erreicht, dauert es mindestens Wochen, wenn nicht Monate. Ganz nebenbei „vergessen“ Shell und Co den Preis bei einem Abschlag wieder im gleichen Maß zurückzunehmen. Und natürlich tut der dumme deutsche Kunde ein übriges: Wie oft kann ich beobachten, daß Kraftfahrer in Sichtweite einer freien Tankstelle trotzdem bei Shell tanken. So funktioniert das aber nicht mit den marktwirtschaftlichen Prinzipien. Klar, es sind nur wenige Cents, ABER darum geht es hier nicht. Nur billiger ist wichtig, nur frei ist wichtig. Sollen Shell und Co ihren teuren Sprit doch behalten. Nur, wenn wir alle zusammenhalten und konsequent nicht mehr bei Aral, Shell oder Esso tanken oder auch in den Shops kaufen, kann etwas bewegt werden. Es endet ja nicht bei dem reinen Autofahren. Es wird durch diese Preistreiberei ja alles teurer. Lebensmittel, Heizkosten, etc. Hier machen sich wenige gierig die Taschen voll und die Mehrheit der Menschen muß leiden. Weil aber wahrscheinlich weiter alle Blödmänner bei Shell tanken, bleibt eine drastische Forderung: Ein ausgewählter Mineralölkonzern muß verstaatlicht werden. Kartellamt oder sozialer Druck versagen derartig kläglich, daß nun drastische Forderungen her müssen. Eine staatliche Instanz verhält sich wirklich preisneutral und bildet ein Gegengewicht zu den verbleibenden Konzernen. Sicher, die Umsetzung wird natürlich äußerst schwierig, aber solche Forderungen zeigen auf, daß wir keine grenzenlosen Melkkühe sind. Auch wenn es abgedroschen ist: Wir sind das Volk!

Denn wenn wir jetzt nichts tun, werden wir demnächst für Benzin und Diesel 2,00 Euro bezahlen und wir werden für ALLES derartig viel zahlen, daß kaum noch ein Gehalt für mehr als das Nötigste (wenn überhaupt) reicht. Alles zu Gunsten von Spekulanten und den Energiefirmen.

Wollen Sie das?

Gesine Schwan und was Deutschland sonst nicht braucht

Es mag vielleicht politisch nicht korrekt sein und wird dem allgemeinen politischen Anspruch der Diskussion auch nicht gerecht, aber wie kann man für ein politisches Amt, dessen Hauptinhalt auch die weltweite Repräsentation ist, nur eine solche Trümmerlotte wir Frau Schwan vorschlagen? Sollte es zu dem „Dreamteam“ Merkel/Schwan kommen, werden sicher andere Staaten sofort denken, wir würden vollkommen unkontrolliert bereits erste heimliche Gen-Experimente an den Spitzen unserer Politikerkaste durchführen. Keiner kann etwas für seine optische Anmutung, aber für Frisuren und den freiwilligen Gang in die Politik. Zwischenzeitlich hat mein Fernseher beim Auftauchen von Fr. Schwan selbständig eine Notabschaltung aktiviert. Und der ist von Merkel oder auch von Frau Roth schon einiges gewohnt. Aber auch Dioden haben nur eine begrenzte Leidenfähigkeit.

Um der Sache aber auch noch einen ernsthaften Anspruch zu verleihen: Was hat bloß den allseits „hochbeliebten“ Kurt Beck geritten, vollkommen unnötig eine Gegenkandidatin gegen Horst Köhler durchzupeitschen? Bundespräsident Köhler ist ein fähiger und beliebter Mann, der nicht nur kritisch sein kann, sondern auch den Schneid hatte, seine Unterschrift unter einige Gesetzentwürfe zu verweigern. Er ist redegewandt und macht auch optisch eine gute Figur.

Machen wir uns nichts vor: Im Augenblick gibt es wohl kaum eine unwichtigere Frage, als die nach dem Bundespräsidenten. Hier werden nur machtpolitische Eitelkeiten gepflegt. Sonst nichts. Ich glaube, dieses Land hat langsam keine Kraft und keine Zeit mehr für ein derartig albernes Spiel. Herr Beck, wachen Sie auf, kümmern sich bitte um wichtige Dinge und lassen Frau Schwan wieder in der Schublade verschwinden, wo sie funktional auch hingehört.

Die spinnen, die Italiener

Eigentlich heißt es doch, aus Fehlern könne man lernen. Stimmt natürlich überall sonst, nur nicht in Italien. Daß das Völkchen da unten schon immer etwas speziell war, wissen wir seit geraumer Zeit. Korruption, Mafia, das kannte man ja. Auch der Hang zu einer hohen Frequenz von politischen Rücktritten, Neuwahlen und Splitterparteien, die nichts anderes zu tun haben, als sich gegenseitig Steine in den Weg zu werfen. Aber sie haben auch diese großartige Lebensart, das wunderbare Essen und diese imposante Landschaft. Doch jetzt kommt ein kaum entschuldbarer Mangel hinzu: Die haben sich doch tatsächlich Berlusconi erneut wiedergewählt. Ein Mann, der wie kein zweiter in Europa die Demokratie mit Füssen getreten hat. Ein eitler und optisch grenzdebiler Medienmogul, der schon früh ein napoleonisches Machtbedürfnis entwickelt hat und zwar so deutlich, daß selbst der ignoranteste Wähler das hätte bemerken müssen. Er kauft einen Medienkanal nach dem anderen auf und beutet diese konsequent für sich und seine Ziele aus. Meinungsvielfalt ist unter Berlusconis Aufsicht ein absolutes Fremdwort. Selbst vor Gesetzesänderungen zum eigenen Vorteil schreckte er in der Vergangenheit nicht zurück. Ganz zu schweigen von politischer Polemik und Beschimpfungen Andersdenkender. Er ist ein schlimmes Beispiel dafür, wie politischer Einfluß mißbraucht werden kann. Und nun ist er wieder da: „Freuen“ wir uns also auf die nächsten Entgleisungen, Manipulationen und politischen Dreistigkeiten. Man könnte fast meinen, die Wähler in Italien würden unter kollektiver Amnesie leiden. Die spinnen, die Italiener….!?

Spucken Sie doch mal wieder

Als Nutzer von U- und S-Bahn erlebt man schon eine Menge. Ich frage mich immer, ob die Menschen in der Bahn repräsentativ für den Rest der Bevölkerung sind. Wenn das so wäre, könnte einem angst und bange werden.

Zunächst beginnt es mit der Vorstellung direkt am Bahnsteig. Mit kräftigen Röchelgeräuschen wird in fein abgestimmten Abständen ein kleiner Vorrat von Speichel auf den Bahnsteig gespuckt. Man kann es wirklich so oft beobachten, daß sich sogar Stilrichtungen erkennen lassen. Der Jungspucker z.B. entläßt seine eklige Fracht mit gesengtem Kopf, vorzugsweise beim Rauchen (was eigentlich schon seit Ewigkeiten in Hamburg in den Bahnstationen verboten ist). Es ist dabei mehr ein fadenlastiges Hinablassen, dafür aber in hoher Frequenz. Der südländische Spucker bevorzugt hingegen einen schwungvollen Bogen, gerne mit rachialem Beiklang und höherer Fracht. Vorzugsweise auch im Nachgang begleitet mit einem kontrollierenden Griff in den Genitalbereich. Wo auch immer da der Zusammenhang ist. Sie finden diese Beschreibungen ekelerregend? Dann sollten Sie sich das mal live ansehen. Stellenweise sind ganze Bereiche des Bahnsteiges mit Speichelinseln bedeckt. Ich frage mich dabei, wieso diese Menschen es selbst nicht ekelig finden? Und an welcher Stelle hat da die Erziehung versagt? Gab es überhaupt so etwas? Wie sieht es bei solchen Menschen zu Hause aus? Aber Erziehungsmängel fokussieren sich ja nicht nur im mannigfaltigen Speichelablaß. In der Bahn geht es über das dümmliche und geistfreie Zerkratzen von Scheiben, über das Füßehochlegen auf Sitzbänke oder gar das immer beliebtere Spielchen mit den Mobiltelefonen, deren quakige Lautsprecher die Nerven der Mitfahrer bis an die Grenze strapazieren. Und seit es zum guten Ton der Asozialen gehört, Menschen, die sich über solch laute Musik beschweren, eines auf die Mütze zu geben, erheben sich nur noch die ganz Mutigen fatalistisch gegen diesen eklatanten Mangel an Gemeinsinn und gesundem Sozialverhalten. Gerne werden sich auch einmal im Angesicht der restlichen Passagiere die Fingernägel gefeilt und lustig der Staub weggeblasen. Ach, was ein Spaß. Dagegen ist das gedankenverlorene Popeln ja fast eine Bagatelle und eher eine Reminiszenz an alte Zeiten, als die Asozialen sich zumindest noch bemühten, ihren Schein zu waren. Ausblick auf Morgen? Düster. Noch lächeln Sie? Aber wenn das Benzin geradewegs so teuer wird, wie es zu befürchten steht, sehen wir und Spucker uns eh schon recht bald in Bahn und Bus. Dann spätestens werden Sie erkennen, was ich gemeint habe.

Idiotische Namensgebungen in Deutschland

Im Augenblick flimmert gerade Geistfreies über deutsche Auswanderer im sog. „Free-TV“. Wo wir schon im Kern der Sache sind. Hirnfreie Anglizismen. Aktuell trottelt hier eine, schon vom Habitus her, schlichte DEUTSCHE Familie über den Bildschirm. Mutter, Vater und drei grenzdebile Kinder wandern in die Schweiz aus. Die drei Kinder, Achtung, jetzt kommt es: Damien, Leyland und Cheyline (ich weiß nicht einmal, wie dieser Vollproll-Name geschrieben wird…). Geht es noch? Welches tragische Vakuum zwischen den Ohren treibt Horden von Deutschen dazu, diese schwachsinnigen Namen zu vergeben? Was ist nur so schlimm an Andreas, Christopher oder auch Jörg? Wie steht es denn so mit einer Landesidentität? Tradition? Und machen wir uns nichts vor, wie beknackt klingt denn z.B. Damien Müller oder Marvin Schmidt? Bei halbwegs synaptisch begabter Würdigung, ist eine solche Wahl doch nur grotesk. Und wo sind die helfenden Hände der Standesbeamten, die diesem Wahnsinn Einhalt gebieten? Schlafen die, wie ihr Ruf es nahelegt? Bitte, gebt uns unsere Stefans zurück.

Bin wieder da

Ab jetzt wird hier wieder gebloggt. To be continued.