Energiekonzerne plündern die Weltgemeinschaft aus
ExxonMobil verkündet den höchsten Quartalsgewinn eines US-Unternehmens, der jemals(!) notiert wurde. Und was klingen uns da die Worte der Sprecher der Mineralölkonzerne in den Ohren: „Wir verdienen ja am Sprit kaum noch etwas…“. Es ist Fakt: Die Energiekonzerne entwickeln sich in Höchstgeschwindigkeit weltweit zur Geißel der Neuzeit. Mieter bluten nur noch für die Heizkosten, Pendler verbrauchen ihr Gehalt auf dem Weg zur Arbeit und immer mehr wird Autofahren oder das Heizen im Winter über 18 Grad im zum puren Luxusartikel. Wäre es so, wir könnten letztendlich alle davon profitieren, würde sich der Preis der Energie also sozialadäquat zum Nutzen aller wieder verteilen, könnte man ihm ja sogar noch einen ökologischen Vorteil abgewinnen. Aber so ist es nicht. Einige ganz wenige Konzerne stopfen sich regelrecht die Taschen voll. ExxonMobil zum Beispiel erwirtschaftet sage und schreibe 11,7 Milliarden Dollar Gewinn IM QUARTAL(!). Dieser Gewinn läßt sich nicht lange diskutieren: Das ist eine ganz böse Schieflage. Hier in Deutschland pressen Shell, Esso, Eon, RWE, Vattenfall etc. die Bevölkerung dramatisch aus, mit ähnlichen, schädlichen Gewinnstrukturen. Es ist eigenartig, aber wer Marx gelesen hat, kann erkennen: Er hat vorausgesagt, daß die ungebremste Monopolisierung zu einer solchen Situation führt. Es liegt mir nun wirklich fern, hier marxistische Parolen zu propagieren, aber wo er Recht hat, da hat er einfach Recht. Die Frage, die im Raum steht: Wie kann man dieser zersetzenden Gier der Energiekonzerne den Riegel vorschieben? Wie hier schon einmal erwähnt: Diskutieren wir doch zumindest mal über eine Verstaatlichung. Manchmal kann ein Schuß vor den Bug ja durchaus heilsam sein. Und wir sollten uns abgewöhnen, bei sog. Markentankstellen zu tanken und wir sollten schleunigst den Strom oder Gasanbieter wechseln. Noch ein ärgerliches Beispiel zur Motivation gefällig? Da sinkt der Rohölpreis zur Zeit doch recht kontinuierlich. Heute kurzfristig fast bis 120,00 Dollar das Barrel. Der Euro ist weiterhin sehr hoch (1,55 $). Also alles Indikatoren für deutlich sinkende Preise. Aber aus unerfindlichem Grund zahle ich noch immer 1,48 Euro für den Liter Super. So wie zur Zeit deutlich höherer Ölpreise. Während jedwede Schwankung des Preises nach oben SOFORT am Abend an den Zapfsäulen angekommen ist, bleibt die Preisreduktion irgendwo auf der Strecke. Oder besser gesagt: In den übervollen Taschen der Konzerne. Es liegt wahrscheinlich nur an dem Ferienbeginn, da lassen sich ja gerne noch einmal ein „paar Cent“ für die bedürftigen Kassen der Konzerne einscheffeln.

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