Die Bahn steigert Gewinn massiv und erhöht trotzdem wieder die Preise
Die Deutsche Bahn scheint langsam von den gierigen Energieversorgern zu lernen. Dort, wo kaum oder gar kein Wettbewerb herrscht, kann man seinen Kunden so richtig schamlos in die Taschen langen. Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Die Bahn erzielt einen Gewinnsprung um fast 7,0 Prozent und nach Steuern somit einen Überschuß von fast einer Milliarde Euro. Aber man will natürlich an die Börse. Da sollen schließlich die Zahlen stimmen. Eine schöne Dividende soll den zukünftigen Aktionären winken. Wenn kümmern da die blöden Fahrgäste, die fahren doch so oder so. „Logische“ Konsequenz: Es werden zum zweiten Mal in diesem Jahr die Fahrpreise erhöht. Unverschämt. Wenn der Gewinn dann bloß in mehr Personal oder eine Vergrößerung des Schienennetzes investiert würde, aber nein. Marode Bahnhöfe, kein Personal, Kundenfreundlichkeit Fehlanzeige und von Pünktlichkeit keine Spur. Daß die Bahn letztendlich auch eine sozialpolitische Bindung und Verpflichtung der Bevölkerung gegenüber hat, scheint schon sehr lange in Vergessenheit geraten zu sein, was sicher noch durch den Börsengang viel schlimmer werden wird. Auch hier wieder ein übles Beispiel dafür, wie schädlich die ungezügelte Profitgier eines Quasi-Monopolisten sein kann.

Einen Kommentar schreiben