Olympia in China – eine üble Farce
Nun haben die Olympischen Spiele endlich ein Ende gefunden. Ein wirklich groteskes Ereignis. Schon der Gastgeber scheint für eine solche Veranstaltung denkbar ungeeignet. Ein Staat, der Meinungsfreiheit in etwa so schätzt, wie wir den Tod und der schon am Eröffnungstag lieber ein hübsches Kind Playback singen läßt, weil die mit der schönen Original-Stimme leider optisch nicht die Güte ihres Gesangs erreicht. Da werden Minderheiten mal schnell durch artige Heimatchinesen ersetzt, es hätte ja sonst vielleicht jemand ein falsches Gesicht machen können. Tänzer trugen Windeln, damit hier ja keiner querschießt und eine menschliche Note erkennen läßt. Unglaublich. Dann bekamen die anwesenden Journalisten nicht den vereinbarten freien Internetzugang und ein IOC-Präsident zeigt mal wieder, wie sehr ihm Demokratie am Herzen liegt und ignoriert die „kleine Panne“ einfach. Journalisten werden behindert und der „freundliche Chinese“ entpuppt sich schnell einmal als Kamerazuhalter und aggressiver Parteischläger.
Und was war sonst noch? Wunderbare Fabelrekorde und eine Medaillenflut der Chinesen.
Da sehen wir im chinesischen Team Kraftathleten, deren geschlechtliche Einordnung etwa so sicher ist, wie die Lottozahlen der nächsten Woche. Oder es gewinnen reihenweise (9x) Gymnastik-Kinder, die für jeden ersichtlich nicht das Mindestalter von 16 Jahren haben. Aber wenn man als korrupter Staat selbst die Papiere fälschen kann, ist das doch praktisch. Dann hören wir von den Verantwortlichen des chinesischen Verbandes zu der Sache, Europäer könnten doch ohnehin nicht das Alter von Asiaten richtig einschätzen, die sähen eben immer jünger aus. Dann gibt es eine Schwimmerin, die noch vor kurzem eher mittelmäßige Leistungen brachte und plötzlich um Längen der Konkurrenz wegschwimmt. Toll, wie die Chinesen ihre Sportler „fördern“. Aber auch im „Top-Sportland“ Jamaika werden die Sportler so super „vorbereitet“, daß sie geschlossen der Konkurrenz weglaufen können. Der Top-Athlet des Teams wärmt sich nicht einmal vor dem Wettkampf auf oder benimmt sich überhaupt wie ein klassischer Sportler. Aber: zweimal Weltrekord.
Und Sie, glauben Sie auch an Märchen? Denn so geht das alles nicht, wenn man nicht mit einem netten kleinen Dopingmittel nachhilft. Menschliche Leistungen lassen sich über ein bestimmtes Maß hinaus nicht so extrem steigern. Die Frage ist also nicht, ob gedopt worden ist, sondern wie. Da gibt es natürlich endlose Möglichkeiten. Möglichkeiten, die wir nicht kennen, weil beim Gewinnen viel mehr Geld im Spiel ist, als beim Kontrollieren. Und so führen übersteigerter Nationalstolz und kommerzielle Interessen mit jedem Jahr schlimmer in die sportliche Einbahnstraße. Aber ein Sahnehäubchen habe ich noch: Das stellt sich heute der IOC-Präsident Jacques Rogge vor die Presse und verteidigt das harte Vorgehen der Chinesen. Das wiederum kann eigentlich nur bedeuten, daß dieser augenscheinlich rückgratlose Funktionär erpreßt oder bestochen wird. Good bye Olympia und ehrlicher Sport.

Ist das nicht Ironie!! Kaum sind die Spiele zu ende
haben auch Sportler plötzlich den Mut sich kritisch zu Aussern!!
Was für eine Feigheit. Auch unter den Politikern regt sich mut
jetzt wo die Spiele zu ende sind.
Der größte Staatsmann ist derjenige,
welcher der humanste ist.
(Anselm Feuerbach)
Der Sport ist doch schon lange tot – nicht erst seit Olympia. Also was soll die Aufregung? Es wird doch alles nur noch dem Profit geopfert. Man kann nur in seinem eignen kleine Umfeld versuchen, ein anständiger Mensch zu sein. Jeder für sich und nach der eignen Entscheidung. Nicht mit den Wölfen heulen – jeden Tag auf’s Neue…
Sei deiner Meinung Treu,das habe aber noch lange nicht alle
Wie Du sagtest nicht mit den Wölfen heulen.
DIE FORDERUNG ALLE ÜBERZEUGUNGEN ZU ACHTEN, WIRD INZWISCHEN ZUR FORDERUNG,
KEINE EIGENE ÜBERZEUGUNG MEHR ZU HABEN UND WER SIE DENNOCH VERTRITT, GILT ALLS INTOLERANT.