Dieser Bundespräsident ist einfach aalglatt, hat offenbar keinerlei Unrechtsbewußtsein und sitzt die Sache mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit aus. Helmut Kohl läßt schön grüßen.
Heute gab es dann endlich ein Interview, in dem Wulff sich als Opfer darstellte, meinte, es sei alles ganz anders zu bewerten und war offenbar allen Ernstes der Ansicht, durch Entschuldigungen seien alle Dinge vom Tisch zu wischen. Selbst dreiste Angriffe auf die Pressefreiheit.
Das Verhalten in seinem Interview war dermaßen überheblich und selbstgefällig, ein Graus. Mich persönlich machte das regelrecht wütend.
Wulff äußerte, man solle sich doch von Freunden Geld leihen können und Urlaube bei diesen seien doch vollkommen in Ordnung. Natürlich alles nur gute Freunde mit denen man kuschelig Frühstücken würde. Eine dreiste Verharmlosung hannoveraner Mauschelei.
An Geldmarkt-Darlehen zu Spitzenkonditionen sei natürlich auch nichts auszusetzen. Der Mann lebt offenbar in seiner eigenen Realität. Dürfte er auch gerne weiter, wäre er nicht Bundespräsident. Denn die Summe seiner Verfehlungen zeigt ganz klar auf, daß er schon moralisch nicht geeignet ist, ein Staatsoberhaupt zu sein. Auch die Ignoranz in der Äußerung, er wolle nach fünf Amtsjahren, daß die Bürger über ihn sagen werden, er sei ein guter Präsident gewesen…..
Dafür ist das leider schon zu spät, Herr Wulff. Die Sache hat sich lange schon erledigt.
Aber Ignoranz und Überheblichkeit scheinen einen in der Politik ganz weit nach vorne zu bringen.
Also, wer sich als Bundespräsident durch das Leben schnorrt, es mit Aufklärung, Wahrheit und Pressefreiheit nicht ganz so genau nimmt, der darf gerne weitermachen, wenn er nur irgendwie Bedauern ausdrückt. Beschämend.
CDU, hier sitzen sie’s aus.
Aber eines kann Wulff wenigstens nicht verhindern: Daß er hier im Netz zur Lachnummer geworden ist. „Wulffen“ ist bereits ein Ausdruck für das Durchschnorren, über den Suchbegriff Wulfffilme# gibt es ein Meer kreativer Verablberungen des Bundespräsidenten: „Liebling, ich habe die Maßstäbe geschrumpft“ oder „Der mit dem Wulff tanzt“.
Wir sind das Netz und Herr Wulff, mein Bundespräsident sind Sie schon lange nicht mehr. Auch in meinem persönlichen Umfeld bei Kollegen und Freunden gibt es nicht einen einzigen Unterstützer für Wulff mehr.
Wer als Bundespräsident auch nur etwas Empathie, politisches Verständnis und Anstand gehabt hätte, wäre heute zurückgetreten.
Beschämend und ein Ansehensverlust für Deutschland und vor allem für die politische Kaste. Ein Zersetzungsprozeß, der sich später einmal fatal auswirken kann, vor allem für die CDU.



