Atomkonzerne provozieren Stromausfall – Abschaltung von 17 AKW

Wie hinlänglich bekannt: In Deutschland hat die Atomkraft keine Zukunft mehr. Fehlerintolerant, extrem gefährlich und ohne Müllentsorgungskonzept. Das paßt den Atomkonzernen erwartungsgemäß nicht in den Kram. Gier vor Vernunft.

Damit man dem blöden Verbrauchervolk jetzt endlich einmal so richtig schön Angst machen kann, schalten die Atom-Betreiber 17 Kernkraftwerke wegen „Wartungsarbeiten“ ab Samstag (21.05.) ab. Und sofort unken atomkonzernfreundliche Medien wie z.B. die „Welt“, es könne sogar Tote geben. Schöne und wirkungsvolle Panikmache.

Doch was nicht oder nur selten berichtet wird, ist, daß die Energiekonzerne natürlich reichlich Kraftwerksreserven haben. Aber die bleiben, oh Wunder, natürlich ebenfalls abgeschaltet.

Wenn es also tatsächlich zu Stromausfällen kommen sollte, liegt dies zunächst daran, daß man bewußt keine Energieproduktionsreserven vorhält. Denn was wäre besser, als wenn nach Abschalten der Kernkraftwerke der Strom ausfällt? Bessere PR wäre gar nicht denkbar. Ein weiterer Grund könnte dann auch sein, daß das Stromnetz selbst, welches seit Jahren schlecht gewartet und nicht modernisiert wird, die neuen Lieferwege nicht richtig abdecken kann.

Wir dürfen gespannt sein.

GAU in Fukushima und niemanden interessiert es mehr

Im japanischen Fukushima ist es zweifellos zur Kernschmelze gekommen. Die Reaktorbehälter der Brennkammern schließen nicht mehr ab, extreme Strahlung entweicht in das Erdreich und in das Meer. Radioaktive Partikel werden bis hin in das Wasser der Stadt Tokio registriert. Also der Größte Anzunehmende Unfall.

Eine Katastrophe, wie sie allenfalls mit der von Tschernobyl vergleichbar ist.

Waren die Medien zu Beginn der Katastrophe noch „Feuer und Flamme“ für diesen Unfall, so hat das Interesse nun deutlich nachgelassen. Japan rutscht in den Schlagzeilen jeden Tag weiter nach unten. Vollkommen unverständlich und doch häufig zu beobachten. Medien wollen Zuschauer, Leser und Zuhörer. Wenn das gemeine Volk sich aber an einer Katastrophe gesättigt hat, braucht das Land andere Themen. Alles für die Quote.

Zeit für die Atomlobby, hier wieder Werbung für ihr Produkt zu machen. Plötzlich taucht überall auf, der Ausstieg aus der Atomenergie koste Milliarden, der Verbraucher müsse sich auf deutliche Preissteigerungen einstellen.

Den Umstand, daß Strom eine längere Zeit um über 40 Prozent billiger wurde, aber kein Endverbraucher je auch nur ansatzweise davon profitieren konnte, erwähnt niemand. Das zeigt auf, wie das hier im Land weitergeht. Gezielte Täuschung, Unterordnung des Gemeinwohls unter die Profitgier.

Auch bleibt in diesem Zusammenhang unerwähnt, daß ökologisch einwandfreie Energieformen lange gar keinen Strom verkaufen konnten, weil der Strompreis so niedrig war, daß er kaum die Betriebskosten einbrachte.

Es gibt also für Preiserhöhungen wegen eines möglichen Atomausstiegs überhaupt keinen Grund.

Aber all das mit den möglichen Preiserhöhungen sind natürlich von Lobbyisten eingespeiste Nachrichten, die bewirken sollen, daß über den Geldbeutel die Lust der Deutschen auf Atomkraft wieder steigt. Ein perfides Spiel, getrieben von Gier.

Und Japan? Die Konsequenzen des massiven Austretens von Radioaktivität sind noch gar nicht zu ermessen. Radioaktive Strahlung hält sich nicht an Grenzen. Der Wind trägt sie weiter, die Strömung schickt sie auf Reisen. Die Strahlung wird in die Nahrungskette gelangen, das Grundwasser verseuchen, Erbgutdefekte  und Krebserkrankungen massiv erhöhen.

Man wird sie nicht sehen, nicht schmecken und nicht fühlen können. Ab dann werden die Dinge verselbständigen: Wird ein Toyota aus Japan etwa strahlen? Stammt dieser Fisch aus Japan? Wie schnell ist das radioaktive Wasser an der Westküste von Amerika? Kann man in einem so kleinen Land wie Japan eine so massive Verseuchung überhaupt sinnvoll eindämmen?

Läßt sich voraussehen, welches furchtbare Leid die Japaner noch ereilen wird?

Aber in Deutschland hat die überflüssige FDP mit dem unbelehrbaren Westerwelle und dem unreifen Kinderpolitiker Rösler den Platz eins in den Medien erobert.

Wer braucht da noch eine der größten Katastrophen der Neuzeit?

RWE klagt gegen Biblis-Abschaltung – instinktlose Frechheit

Seit Fukushima gehen die Uhren in Sachen Atomkraft anders. Deutschland sorgt sich quer durch alle Bevölkerungsschichten um die Sicherheit deutscher Atommeiler. Selbst die schwarz-gelbe Regierung, die bislang bis zu den Schultern im Hintern der Atomlobby steckte, merkt nun: mit Atomkraft ist zur Zeit kein Blumentopf zu gewinnen.

Also trägt man den Sorgen des Wahlvolkes aus der Not heraus Rechnung und erläßt ein Moratorium zur Stillegung der Atomkraftwerke. Ob das nun, was zu befürchten ist, eine reine Augenwischerei ist oder nicht, es findet sich ein breiter Konsens dazu.

Allerdings nicht bei RWE. Der Konzern, der sich immer so „kundenfreundlich“ und „ökologisch“ gibt, zeigt jetzt seine häßliche Fratze. Demaskierend.

Man bereitet offensichtlich eine Klage gegen die Abschaltung des Blocks A im Atomkraftwerk Biblis vor. Immerhin ein Meiler, dessen Konstruktionsplanung aus den sechziger Jahren stammt.

In Zeiten allgemeiner Bedenken und Ängste in der Bevölkerung, ist ein solches Vorgehen nicht nur instinktlos, es beseitigt auch die letzten Zweifel um die moralische Integrität dieses Konzerns. Sie ist nicht vorhanden. Immer fleißig und skrupellos die Kunden beim Energiepreis über den Tisch ziehen und jetzt auch noch so eine Sauerei.

Dabei handelt es sich zunächst ja nur um ein dreimonatiges Moratorium und nicht um eine finale (und wünschenswerte) Abschaltung.

Aber die Gier von RWE kennt offenbar weder Moral noch Grenzen. Man will einfach unanständig ohne die geringste Unterbrechung weiter Geld scheffeln, wobei sich auch zeigt, daß die Befindlichkeiten der Bevölkerung RWE vollkommen gleichgültig sind. Übrigens spielt es keine Rolle, ob die Abzocker formaljuristisch im Recht sind, ein solches Vorgehen verbietet sich in dieser Situation einfach.

Als RWE-Kunde am besten sofort den Energieanbieter wechseln!

Fukushima und was deutsche AKWs damit zu tun haben

Der Kernreaktor im japanischen Fukushima steht, nur wenige Zeit nach dem Erdbeben, unmittelbar vor der Kernschmelze. Ein uraltes Kraftwerk mitten in einer Erdbebenregion. Ein weiteres Kraftwerk in Onagawa steht vor der Katastrophe.

Für mich persönlich ist es unfaßbar, wie rational denkende Menschen noch immer auf eine Energieerzeugung per Atomkraft setzen können. Atomkraft ist eine extrem fehlerintolerante Technologie, die eigentlich von Menschen überhaupt nicht beherrschbar ist.

Hinzu kommt natürlich, daß der Abfall nicht entsorgungsfähig ist. Niemand hat bislang eine Idee, wie eine sinnvolle Entsorgung aussehen könnte. Allein die Lagerung in der Asse zeigt ganz deutlich die eklatanten Schwächen des augenblicklichen Vorgehens. Es wurde heimlich viel höher strahlender Abfall eingelagert, die „sichere“ Deponie war eine reine Wunschvorstellung der mächtigen Atomindustrie. Aber macht ja nichts, jetzt zahlt wieder der Steuerzahler die Zeche der kriminellen Fehlplanung. Und trotz der Endlager- bzw. Entsorgungsproblematik wird munter weiter Strom über Atomkraft erzeugt.

Wenn man jetzt schockiert über Japan ist, dann übersieht man die Realitäten in Deutschland oder Europa.

Hier als Negativbeispiel ganz vorne der Energiekonzern Vattenfall. Schon in Schweden kratzte man mehrfach an Katastrophen vorbei (z.B der Störfall im schwedischen Atommeiler Forsmark), hier in Deutschland betreibt man Verschleierungspolitik, meldet Störfälle erst, wenn andere es schon längst bemerkt haben. Da brennt munter tagelang ein uralter Generator in dem ebenfalls uralten Kraftwerk Krümmel bei Hamburg. Hier und da läßt man mal radioaktives Wasser in die Elbe. Letzter Tiefpunkt von Vattenfall: Die neue Leiterin des AKW Krümmel, Ulrike Welte, wird von der Atomaufsicht kassiert, weil sie für einen solchen Job überhaupt nicht kompetent war.

Und da glauben Sie ernsthaft, eine Katastrophe wie in Fukushima oder Onagawa könne hier nicht passieren???

Ach, wegen des Erdbebens? Hierzu kann man sagen, daß es in Deutschland sehr wohl seismische Aktivitäten gibt. Atomkraftwerke liegen vorzugsweise an größeren Flüssen und Flüsse bildeten sich urzeitlich eben sehr oft an tektonischen Kanten, die, wenn es zu Erdbeben kommt, zuerst betroffen sind.

Aber wie schon erwähnt: Die Atomlobby ist in Deutschland extrem mächtig. Gerade die augenblickliche Regierung Merkel hat durch die dreisten Laufzeitverlängerungen der Uralt-AKWs bewiesen, wie tief sie im Sumpf der Atomlobbyisten steckt.

Jetzt zu äußern, man wolle diese Laufzeitverlängerung der AKWs noch einmal prüfen, ist nur dazu da, die ersten Sorgen des Wahlvolks abzudämpfen. Schließlich ist in den Landtagen Superwahljahr. Natürlich wird schnell wieder Gras über die Sache wachsen.

Sollte man sich wünschen, daß die Kraftwerke in Japan im GAU enden, damit wir in Europa von dieser gefährlichen Technik befreit werden? Wohl nicht, aber der Gedanke darf erlaubt sein.

Energie Appell der Top Manager – die Demaskierung eines Lobby-Staates

Alle Macht geht vom Volke aus. Steht so in der Verfassung. Das stimmt natürlich schon lange nicht mehr. Stets im Schatten der Regierenden wirkten nachhaltig die Lobbyisten. Sie verfassen Gesetzte, verhindern sinnvolle Vorschriften, sind die wahre Macht im Land. Doch bislang wahrte man den Schein, die Regierung sei noch autark.

Das ist seit heute anders. Da werden mit Millionenaufwand ganzseitige Anzeigen geschaltet, überschrieben mit „Mut und Realismus für Deutschlands Energiezukunft“. Doch es heißt nichts anderes, als: bloß keine Brennelementesteuer und schön das Weiterbetreiben von uralten Kernkraftwerken. Es hat NICHTS mit sinnvollem Umweltschutz und schon gar nichts mit dem Schutz der Allgemeinheit zu tun. Es ist die ekelhaft vorgetragene Gier der Energiekonzerne, die noch gleich die „Top-Manager“ hinter sich herziehen. Soweit ist es in Deutschland schon gekommen. Diejenigen, die durch Bankenzockerei und unfaire Energiepreise sich zutiefst asozial verhalten haben, meinen, die Stimme erheben zu dürfen um die Regierung unter Druck zu setzen. Hier wackelt mal wieder der Schwanz mit dem Hund.

Die Herren Bankmanager sollen doch bitte mal erst die Milliarden zurückzahlen, die sie vor kurzem noch leichtfertig verzockt haben. Und die Energiekonzerne sollen lieber unser Leben schützen und die schrottreifen Kernkraftwerke abschalten sowie faire Energiepreise ausrufen. Außerdem gehört ein Beitrag zur Krisenbewältigung natürlich auch von der Industrie abgefordert.

Aber nein, nun zeigt man seine Gier offen, ohne Feigenblatt, ohne Bescheidenheit, ohne Sinn.

Und ganz beiläufig erfahren wir, wer so alles in den Kreis der Abzocker gehört: Otto Schily, Wolfgang Clement und Oliver Bierhoff. Sogar Bahnchef Grube erdreistet sich, diesen Schund zu unterschreiben. Herr Grube, Sie arbeiten selbst für den Staat, schon vergessen?

Ein schlimmes Armutszeugnis für Deutschland. Und wahrscheinlich interessiert sich wieder niemand dafür und läßt die Wirtschaftskaste schalten und walten.

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Die neue Atomkraftfrage II

Wie eine Steilvorlage für den Irrsinn von Kernkraftanlagen, verliert ein französisches Atomkraftwerk vor ein paar Tagen mal eben so 30.000 (!!) Liter radioaktive Flüssigkeit. Nicht 5 Liter, nicht 10… 30.000 Liter. Keiner hat es gemerkt. Wenn jetzt noch ernsthaft jemand behauptet, Kernkraft sei sicher, der gehört in die Klinik eingewiesen. Selbst in einem “hochgefährlichen” und “brisanten” Betrieb wie einem Bauernhof wäre der Verlust von mehreren tausend Litern sofort aufgefallen. Nur da würde das Zeug höchstens stinken und nicht das Erbgut über Generationen schädigen. Dazu noch die “üblichen” ca. 100 Störfälle in Deutschland im Jahr. Man kann nur noch mit dem Kopf schütteln, wenn jetzt im Fernsehen eine geistlose Politikerbirne wieder und wieder nach der Fortsetzung von Atomkraft wettert. Und als kleines Sahnehäubchen der Diskussion, stellt man jetzt fest, Atomkraft ist ja noch nicht einmal wesentlich günstiger als z. B. Windkraft. Sollten Sie also aus albernen merkantilen Gründen auf der Seite des Atoms stehen: Das ist jetzt auch kein Argument mehr.

Also, wie schon gesagt: Ausstieg muß bleiben!

Die neue Atomkraftfrage

Ach, was haben wir uns gefreut, als endlich beschlossen wurde, aus der Atomkraft auszusteigen. Und was ist jetzt? Es mehren sich Stimmen, die nun doch für eine Weiterführung von Strom aus Atomkraft sind. Zunächst stelle ich fest, daß die ganze aggressive Spekulation mit den Rohstoffen nun offensichtlich nicht nur zu einer unsozialen Steigerung aller Preisparameter führt, sondern auch noch der Rückkehr der menschenbedrohenden Atomtechnik Vorschub leistet. Angeblich soll jeder Zweite für Atomkraft sein. Oft wird dabei gerne behauptet, die Einstellung zu Atomenergie stehe auch und gerade mit der politischen Einstellung der Befragten im Zusammenhang. Dazu meine ich: Das hängt nur von der vorhandenen Hirnmasse ab. Ich möchte das vergleichen mit einer Autofahrt bei 240 km/h über die Autobahn. Zunächst ist der Fahrer überhaupt nicht in der Lage, das Gefahrenrisiko seines Handelns realistisch zu überschauen. Er gibt aber an, gerne schnell zu fahren und es würde bei seinem sicheren Auto schon nichts passieren. Falsch gedacht! Wir fahren nur deshalb so schnell mit einem Auto, weil wir eben nicht in der Lage sind, die physikalischen Risiken richtig zu beurteilen. “Passiert schon nichts”. Das dachte der Mercedes-Fahrer letzte Woche bestimmt auch, als er bei 240 km/h kurz hinter Kassel sich nach einem Unfall in kleine Häppchen zerlegte. Genau das ist es, was Atomkraft in sich trägt: Ein absolut unwägbares Risiko. Es ist eine derart fehlerintolerante Technik, daß ein vernünftig denkender Mensch so etwas nie einsetzen würde. Aber wirtschaftliche Interessen schalten ja von jeher jegliche Vernunft ab (siehe z.B. die Abholzung der Regenwälder). Und dann ist auch noch das Gedächtnis der Menschen so unfaßbar schlecht. Ich will ja gar nicht mehr von Tschernobyl reden, aber man betrachte sich doch einmal alleine die Störfälle der letzten Zeit: In Forsmark wußte nicht einmal der Hersteller, warum die Aggregate versagten und das Kraftwerk ganz kurz vor dem Super-GAU war und, liebe Leser, das war in Schweden wirklich knapp. Stellen Sie sich vor, wir hätten ein wenig mehr Pech gehabt, dann hätte uns ein erfrischender Wind aus Schweden den Tod auf Raten geschickt. Selbst hier in Norddeutschland gab es in der jüngsten Zeit mehrere, schwerwiegende Störfälle. Da kokelt mehrere Tage lang ein Generator auf dem Gelände des Reaktors und die bekommen den nicht einmal vernünftig gelöscht. Dann stellt sich noch heraus, es ist Uralt-Technik und die Sache sollte auch noch vertuscht werden. Auch weiß niemand so recht, wohin mit dem Atommüll, der ja genau so gefährlich und unwägbar ist. Und so weiter..
Und da wollen wir wirklich weitermachen??? Ich wage eine provokante These: Wer heute für die Weiterführung von Atomkraft ist, ist nicht nur kurzsichtig, sondern hat einen echten Dachschaden!
Um abschließend noch einmal auf den Mercedes-Fahrer zurückzukommen: Wenn der sich lächelnd in den Tod fährt, dann ist das sein Pech, aber die Verwendung von Atomenergie kann uns alle mitreißen.

Daher: Finger weg vom Atomausstieg!

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