Stasi-Mann Lutz Heilmann von den „Linken“ läßt Wikipedia sperren

Ein bemerkenswerter Vorgang: Ein ehemaliger Stasi-Mann schleicht sich zunächst über die Partei „Die Linke“ in den Bundestag ein. Schon das ist eine bodenlose Frechheit.

Dann läßt man dieses Überbleibsel unappetitlicher menschlicher Verfehlungen auch noch nach Bekanntwerden von Seiten der Partei in Amt und Würden. Eine Stasi-Vergangenheit ist ja bekanntlich für ein Mitglied der „Linken“ weder ungewöhnlich noch ein Grund zur Niederlegung des Mandates (siehe z.B. Gregor Gysi). Natürlich wird Herr Heilmann auch weiterhin artig vom Steuerzahler des ehemaligen Klassenfeindes bezahlt.

Aber Herr Heilmann legt unser Geld gut an. Da es ja nun leider nicht mehr so einfach ist, Andersdenkende mal eben um die Ecke zu bringen, bedient man sich mit diesem Geld eben der Mittel der neuen Zeit. Und so findet Herr Heilmann ein Gericht in der Lübecker Provinz, das aus mangelnder Fachkenntnis (übrigens auch juristischer) und ganzheitlichen Überblickes über die Mechanismen des WWW mal eben auf Wunsch die gesamte Seite der deutschen Enzyklopädie Wikipedia per einstweiliger Verfügung sperrt.

Juristisch zweifelhaft, weil es meiner Ansicht nach kaum dem Wesen der Einstweiligen Verfügung entspricht, sogleich den gesamten Inhalt einer Seite aufgrund eines einzigen Artikels zu sperren und fachlich ist es schon deshalb Quatsch, weil letztendlich nur bei Wikipedia.de ein Verein auf die eigentliche Seite in den USA verlinkt. Hohler Stasi trifft inkompetenten Landrichter. Fein, fein.

Und so bleibt Hunderttausenden ihre beliebte Informationsquelle auf dem gewohnten Weg jetzt vorenthalten. Warum nochmal genau? Wikipedia enthielt diesen erwähnten Artikel, der auf die erwiesene und auch selbst eingeräumte Stasi-Vergangenheit hinwies. Pfui, wie gemein. Ist aber auch ein guter Grund für einen Angriff auf den bösen Pfuhl freier Gedankenkultur. Gute alte Stasi-Tradition. Da fühlt sich der alte Genosse doch wieder richtig wohl.

Aber, Herr Heilmann, wir sind hier eine freiheitliche Demokratie, die keinen Platz mehr hat für Stasi-Zensur im Stil der „DDR“, egal, wie man sie herbeiführt.

Daher findet der geneigte Leser an dieser Stelle den ganz legalen Link auf den Teil von Wikipedia, der nicht der Dummheit deutscher Gerichte unterliegt:

http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Hauptseite

Und weil Herr Heilmann so gar keine Lust auf freie Meinungsäußerung hat, hier auch der Artikel, den Herr Mielke, äh sorry, Herr Heilmann so böse findet und sich dadurch so sehr in seinem Persönlichkeitsrecht gestört fühlt: http://de.wikipedia.org/wiki/Lutz_Heilmann.

Postet diesen Link, kopiert die Seite und verteilt es, wo Ihr Interesse findet. Lassen wir diese Zensur zu einem Bumerang für freie Meinungsäußerung werden.

WIR SIND DAS NETZ! ———— Keine Zensur!

Aktuelle Ergänzung:

Die Lawine läuft kräftig durch das Web und es macht den Anschein, als ob sich die Sache schon jetzt als wundervolles Eigentor erweist. Der Mann ist so gut wie politisch tot und jetzt weiß auch wirklich jeder um die Stasivergangenheit von Herrn Heilmann.

Selbstmord der SPD

Im Grunde ist es wirklich schade, was die SPD und ihre Mitglieder da im Augenblick machen. Dazu muß man nicht einmal ein Anhänger der Partei sein, sondern lediglich ein bekennender Demokrat. Die Vielschichtigkeit politischer Strömungen ist wichtig, soll sie einen Rest des Plebiszits erhalten. Doch was macht die SPD? Sie hält fest einen einem, demografisch zweifelsfrei erwiesenen, Unsympathen wie Kurt Beck, der offensichtlich aus einer Art Eitelkeit und Egoismus sein Wohl vor das der SPD stellt. Dann schlagen die Genossen auch noch eine furchterregende Frau wie Gesine Schwan zum Posten des Bundespräsidenten vor und paktieren dafür konspirativ mit der SED-Horde der Linken, die dafür natürlich lächelnd ihren Tribut einfordert. Das ist, als handle die Kuh mit ihrem Schlachter. Eine unglaubliche Kurzsichtigkeit, zumal wir ja auch schon einen wirklich guten Bundespräsidenten mit Horst Köhler haben. Frau Ypsilanti hat augenscheinlich das gleiche Gen wie Herr Beck zu hüten und will um Teufel komm’ raus regieren. Machtgier scheint hier das Hirn und die Voraussicht vollkommen eliminiert zu haben. Die Bundes-SPD protestiert heftig und scheitert kläglich. Und dann haben wir noch Herrn Clement. Es ist zweifelsohne, daß der lobbyverseucht sein Süppchen kocht. Aber betrachten wir uns doch einmal unseren ehemaligen Kanzler Schröder: Er bringt als letzte Zuckung seiner Amtszeit eine Gas-Pipeline auf den Weg und gleitet sanft aus dem Amt direkt zu diesem Betreiber der Pipeline in den Vorstand. Das ist politisch instinktlos, moralisch verwerflich und sozial eine wirkliche Schweinerei. Doch ist Schröder aus der SPD ausgeschlossen worden? Nein. Schlimmer kann in meinen Augen ein Politiker kaum agieren. Bei Clement mag die Motivation ähnlich beschämend sein, aber gleiches Recht für alle. Außerdem herrscht hier ja (noch) eine Art Demokratie und Meinungsfreiheit. Andersdenkende müssen, speziell in der SPD, angenommen und auch ertragen werden.
Wenn die SPD nicht bald ihr Profil findet, ist die Partei am Ende und muß zwangsweise das politische Staffelholz der linken Parteilandschaft an die SED weitergeben.

Das passiert, wenn man in einer großen Koalition seine Identität verliert.

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