Da helfen keine guten Worte mehr: Egal wie paradox und ungerechtfertigt die Preiserhöhungen der Mineralölkonzerne auch sind, es kommt Erhöhung auf Erhöhung. Natürlich auch wieder zu Ostern dreist und asozial. Die Konzerne kennen keine Rücksicht. Es zählt nur der Profit. Es wird abgezockt was der dumme Autofahrer hergibt.
Dabei haben wir doch alle gesehen, was gegen Beschiß an der Zapfsäule hilft: Nicht zu tanken. Die Betrüger sind auf ihrem Dreck E10 einfach sitzengeblieben. Jetzt ist die Gier natürlich noch größer. Der „Schaden“ muß vom Otto-Normalverbraucher wieder reingeholt werden. Und so explodiert der Preis für Super nun schon bis 1,70 Euro. Das ist in richtiger Währung 3,33 Mark. Das ist doch der blanke Horror! Für einen lächerlichen Liter Benzin bekommt man jetzt über drei Liter Milch. Das ist eine Pervertierung des Preisgefüges.
Und warum das alles? Weil es noch immer Schwachköpfe gibt, die aus Dummheit oder Bequemlichkeit bei Shell, Aral oder Total tanken.
Die Markentankstellen müssen unbedingt gemieden werden. Nicht tanken, nicht einkaufen. Nur so haben wir eine Chance, daß das Benzin wieder bezahlbar wird.
Die Frage ist: Wie weit werden die Konzerne das noch treiben? Bis erste Tankstellen verwüstet werden? Bis Benzindiebstahl notwendiger Volkssport wird? Es wird wahrscheinlich selbst dann nicht enden.
Und wenn Herr Brüderle jetzt nach dem Kartellamt ruft, dann wissen wir doch alle: Das nützt gar nichts. Offensichtlich überhöhte Preise und Absprachen sind seit langem so deutlich, das Kartellamt hat sich um die Benzinpreise aber noch nie gekümmert. Nutzlose Behörde, einfach abschaffen.
Eine weitere Lösung: Sofortige Verstaatlichung von Shell, Aral und Total. Aber solange sich fettgefressene Politiker nach ihrem Amtsende gleich einen hochdotierten Stuhl bei einem Energiekonzern organisieren, ist auf politische Lösungen nicht zu hoffen.
Da stellt sich mittlerweile schon die Frage: Ist es moralisch noch vertretbar, bei einem Energiekonzern zu arbeiten?



