Man erinnere sich an die Geschehnisse in den 80er Jahren im Iran: Das Volk rebellierte seinerzeit gegen den Schah von Persien. Die Folge schon damals: Ein schrittweiser, sozialer Rückfall in das Mittelalter. Man tauschte lediglich ein weltliches Regime gegen ein fundamental religiöses. Heute ist der Iran einer der schlimmsten Unrechtsstaaten weltweit. Frauenfeindlich, antidemokratisch, totalitär.
Neuzeitlich erfolgten nun wieder Aufstände gegen Despoten und Regime im arabischen Raum. Man konnte es in den Medien verfolgen. Doch was hier durch gutmenschliche Berichterstattung als Freiheitskampf für Demokratie und Befreiung gefeiert wurde, ist letztendlich nur eine tragische Entwicklung hin zum Islam.
Jüngstes Beispiel Libyen: Kaum wurden Gaddafi und seine Anhänger abgeschlachtet, wird die Scharia als „Rechtssystem“ etabliert. Die Sieger des Bürgerkriegs führen sofort die Polygamie wieder ein und vertreiben moderate Kräfte aus der Regierung, entrechten Frauen und gehen auf deutliche Distanz zu zivilisatorischen Werten.(klick)
Auch hier ist es doch kaum ein Unterschied zu dem was vorher war. Kriminell motivierte Unterdrückung wird religiös motivierter Unterdrückung weichen. Nur die Akteure ändern sich.
Es werden jetzt auch immer mehr Gräueltaten bekannt, die durch die sog. Rebellen begangen wurden. Tatsächlich benehmen sich die „Befreier“ nicht wesentlich anders als die Schergen von Gaddafi (klick). Wo also ist da der Vorteil?
Nach wie vor bleibt daher auch die Frage offen, wieso westliche Allianzen so schnell bereit waren, in Libyen den bewaffneten Kampf gegen Gaddafi zu führen. Eine klare völkerrechtwidrige Einmischung in die Angelegenheiten von Drittländern. Aber man kennt es ja: Wenn Öl im Land ist, dann lassen sich auch immer ganz schnell Streitkräfte der Industrienationen finden. Übrigens eine Tatsache, die in deutschen Medien keinerlei kritische Anmerkungen fand, trotz schon vorher zu vermutender Gräueltaten auf Seiten der „Rebellen“. Und so halfen westliche Bomben dem nächsten Islamstaat in die Steigbügel.
Auch in Tunesien beginnt die dramatische Islamisierung. Die Islamisten gewannen dort deutlich die Wahl. Vermutlich die letzte Wahl….
In Ägypten steht die Moslembruderschaft bereit und so weiter.
Und so stellt sich die generelle Frage, wieso sich diese radikale Tendenz in arabischen Ländern so zunehmend zeigt.
Ich vermute da eine ebenso simple wie erschreckende Erklärung: Weil es so unfaßbar praktisch ist.
Mit dem Islam läßt sich leicht antidemokratisch Regieren und eine Bevölkerung sozial drangsalieren. Und das ohne den Malus einer willkürlichen Diktatur.
Wenn in Deutschland eine Frau Merkel schlechte Politik macht, dann darf ich beispielsweise hier im Blog äußern, daß Merkel eine grottenschlechte Politikerin ist.
Wären wir nun beispielsweise im Iran, dann wäre Frau Merkel zunächst ein Mann und dann auch ein religiös motivierter Amtsträger. Würde ich nun Kritik äußern, wäre das gotteslästerlich. Das ginge ja nicht.
Es ist einfach praktisch, auf islamisch fundierenden Grundsätzen zu regieren. Denn wie kann man denn schon behaupten wollen, ein Gott, wie auch immer er heißen möge, könne sich irren und der ganz Religionsquatsch könne eventuell nicht stimmen? Unvorstellbar.
Dazu kommt, daß in den arabischen Ländern großflächig ein sehr schlechter Bildungsstand herrscht. Ungebildete Menschen sind viel anfälliger für religiöse Parolen und Prinzipien.
Wenn dann noch ein Unrechtssystem wie die Scharia dahinter steht und damit einen frühzivilisatorischen Sanktionsapparat zur Verfügung stellt, dann ist das auch wieder sehr praktisch. Ein perfektes System der Unterdrückung. Schließlich kann man dann Menschen den Kopf abschlagen und sich nicht auf erdachtes Unrecht stützen, sondern eben „auf Gottes Willen“. Ein KO-Argument. Frauen brauchen nicht umgarnt zu werden. Die werden mehr oder minder gekauft und weggeschlossen. Eine Frau reicht nicht? Dann nimmt man als Mann eben zwei oder drei. Dabei sind es doch gerade Frauen, die sich oft durch eine höhere Friedfertigkeit auszeichnen und im Grunde auch Hoffnungsträgerinnen sind für liberale Tendenzen.
Ein weiteres, praktisches System: die Verfolgung der Minderheiten. Gibt der Koran schließlich auch her. Christen und überhaupt Andersgläubige werden zur Jagd freigegeben. Das passiert in der Gegenwart sogar in der Türkei schon regelmäßig.
Auch sehr schön in der Türkei zu beobachten: Es mischt sich unheilvoll auch noch ein krankhaft übersteigerter Nationalstolz dazu. Und so traut sich ein faktisch religiöser Staatchef wie Erdogan, alle möglichen Unverschämtheiten und antidemokratische Akte, deren Strukturen schon stark an die von Ahmadinedschad erinnern.
Letztendlich wirkt sich das Religionsprinzip selbst hier in Deutschland für die Moslems praktisch aus: Man verweigert Arbeit aus religiösen Gründen, schlachtet Tiere unter schlimmen Qualen, grenzt sich aus weltlichen Sozialstrukturen aus, unterdrückt seine Frauen, akzeptiert weder Werte noch Regeln des Staates (das Sozialsystem hingegen wird gerne genutzt), trägt Konflikte hier mit sinnloser Gewalt aus, beansprucht dreiste Sonderrechte wie eine endlose Zahl von Feiertagen, Gebetszeiten, etc..
Westliche Staaten sind regelrecht wehrlos gegen das Vorbringen religiöser Befindlichkeiten.
An allen Schnittstellen wird übertriebene Rücksicht der Gesellschaft auf Moslems geübt. Ärgerliches Beispiel, der hier schon oft erwähnte Bundespräsident Wulff, der sich bei dieser Volksgruppe stellenweise so drastisch anbiedert, daß es der deutschen Bevölkerung gegenüber schon als unverschämt zu bezeichnen ist.
Und so wird sich diese religiös motivierte Unterdrückung rasend schnell weiterverbreiten und sich schön durch die ganzen arabischen Revolutionen fressen und über die soziale Wirtschaftsflucht-Diaspora auch ihren schädlichen Einfluß nach Europa tragen.



