Nachdem Hans-Peter Friedrich seine erfreuliche Äußerung tat, der Islam gehöre nicht zu Deutschland, war mit Protest ja schon zu rechnen.
Die üblichen hauptberuflichen Empörer kreischten hysterisch, selbst Tante Leutheusser-Schnarrenberger mußte diesmal ihren unqualifizierten Senf dazugeben.
Es ist medial noch immer schick und edel, alles, was nach konservativ riecht, verbal auf den Kopf zu geben.
Was aber der Bundesvorsitzende der türkischen Gemeinde in Deutschland, Kenan Kolat, äußerte, ist eine wahre Dreistigkeit.
Auf die Äußerung Friedrichs entgegnete Kolat: „Wenn der Innenminister Streit sucht, wird er ihn bekommen.“ Eine offene Drohung gegen einen deutschen Minister. Unfaßbar. Das können die türkischen Verbände: Beleidigt sein, stänkern, und immer wieder fordern und fordern.
Zum Hintergrund Kolats: SPD Mitglied (genau wie seine Frau), natürlich zwei Staatsbürgerschaften, keine perfekten Deutschkenntnisse. Außerdem schon oft durch unverschämte Äußerungen aufgefallen (z.B. „Auch die deutschstämmige Bevölkerung muß sich auf die Zuwanderer einlassen“).
Hier wackelt mal wieder der Schwanz mit dem Hund. Daß man sich solche Unverschämtheiten im eigenen Land von einem zugewanderten Gast-Türken bieten lassen muß. Das macht regelrecht wütend.
Diese Äußerung ist eigentlich ein viel größerer Aufreger als die historisch und gesellschaftlich korrekte These von Friedrich. Doch in diesem Land darf man einfach gegen solche Leute wie Kolat nicht nachhaltig die Stimme erheben. Da kann der Wutbürger nur leise die Faust in der Tasche ballen. Obwohl: Matthias Matussek hat es tatsächlich mal in Spiegel online gewagt. Und zwar so, wie viele es denken.
Weiter so. Irgendwann läuft auch dieses Faß hoffentlich über.



