Es mag vielleicht politisch nicht korrekt sein und wird dem allgemeinen politischen Anspruch der Diskussion auch nicht gerecht, aber wie kann man für ein politisches Amt, dessen Hauptinhalt auch die weltweite Repräsentation ist, nur eine solche Trümmerlotte wir Frau Schwan vorschlagen? Sollte es zu dem „Dreamteam“ Merkel/Schwan kommen, werden sicher andere Staaten sofort denken, wir würden vollkommen unkontrolliert bereits erste heimliche Gen-Experimente an den Spitzen unserer Politikerkaste durchführen. Keiner kann etwas für seine optische Anmutung, aber für Frisuren und den freiwilligen Gang in die Politik. Zwischenzeitlich hat mein Fernseher beim Auftauchen von Fr. Schwan selbständig eine Notabschaltung aktiviert. Und der ist von Merkel oder auch von Frau Roth schon einiges gewohnt. Aber auch Dioden haben nur eine begrenzte Leidenfähigkeit.
Um der Sache aber auch noch einen ernsthaften Anspruch zu verleihen: Was hat bloß den allseits „hochbeliebten“ Kurt Beck geritten, vollkommen unnötig eine Gegenkandidatin gegen Horst Köhler durchzupeitschen? Bundespräsident Köhler ist ein fähiger und beliebter Mann, der nicht nur kritisch sein kann, sondern auch den Schneid hatte, seine Unterschrift unter einige Gesetzentwürfe zu verweigern. Er ist redegewandt und macht auch optisch eine gute Figur.
Machen wir uns nichts vor: Im Augenblick gibt es wohl kaum eine unwichtigere Frage, als die nach dem Bundespräsidenten. Hier werden nur machtpolitische Eitelkeiten gepflegt. Sonst nichts. Ich glaube, dieses Land hat langsam keine Kraft und keine Zeit mehr für ein derartig albernes Spiel. Herr Beck, wachen Sie auf, kümmern sich bitte um wichtige Dinge und lassen Frau Schwan wieder in der Schublade verschwinden, wo sie funktional auch hingehört.



