Gesine Schwan und was Deutschland sonst nicht braucht

Es mag vielleicht politisch nicht korrekt sein und wird dem allgemeinen politischen Anspruch der Diskussion auch nicht gerecht, aber wie kann man für ein politisches Amt, dessen Hauptinhalt auch die weltweite Repräsentation ist, nur eine solche Trümmerlotte wir Frau Schwan vorschlagen? Sollte es zu dem „Dreamteam“ Merkel/Schwan kommen, werden sicher andere Staaten sofort denken, wir würden vollkommen unkontrolliert bereits erste heimliche Gen-Experimente an den Spitzen unserer Politikerkaste durchführen. Keiner kann etwas für seine optische Anmutung, aber für Frisuren und den freiwilligen Gang in die Politik. Zwischenzeitlich hat mein Fernseher beim Auftauchen von Fr. Schwan selbständig eine Notabschaltung aktiviert. Und der ist von Merkel oder auch von Frau Roth schon einiges gewohnt. Aber auch Dioden haben nur eine begrenzte Leidenfähigkeit.

Um der Sache aber auch noch einen ernsthaften Anspruch zu verleihen: Was hat bloß den allseits „hochbeliebten“ Kurt Beck geritten, vollkommen unnötig eine Gegenkandidatin gegen Horst Köhler durchzupeitschen? Bundespräsident Köhler ist ein fähiger und beliebter Mann, der nicht nur kritisch sein kann, sondern auch den Schneid hatte, seine Unterschrift unter einige Gesetzentwürfe zu verweigern. Er ist redegewandt und macht auch optisch eine gute Figur.

Machen wir uns nichts vor: Im Augenblick gibt es wohl kaum eine unwichtigere Frage, als die nach dem Bundespräsidenten. Hier werden nur machtpolitische Eitelkeiten gepflegt. Sonst nichts. Ich glaube, dieses Land hat langsam keine Kraft und keine Zeit mehr für ein derartig albernes Spiel. Herr Beck, wachen Sie auf, kümmern sich bitte um wichtige Dinge und lassen Frau Schwan wieder in der Schublade verschwinden, wo sie funktional auch hingehört.

Spucken Sie doch mal wieder

Als Nutzer von U- und S-Bahn erlebt man schon eine Menge. Ich frage mich immer, ob die Menschen in der Bahn repräsentativ für den Rest der Bevölkerung sind. Wenn das so wäre, könnte einem angst und bange werden.

Zunächst beginnt es mit der Vorstellung direkt am Bahnsteig. Mit kräftigen Röchelgeräuschen wird in fein abgestimmten Abständen ein kleiner Vorrat von Speichel auf den Bahnsteig gespuckt. Man kann es wirklich so oft beobachten, daß sich sogar Stilrichtungen erkennen lassen. Der Jungspucker z.B. entläßt seine eklige Fracht mit gesengtem Kopf, vorzugsweise beim Rauchen (was eigentlich schon seit Ewigkeiten in Hamburg in den Bahnstationen verboten ist). Es ist dabei mehr ein fadenlastiges Hinablassen, dafür aber in hoher Frequenz. Der südländische Spucker bevorzugt hingegen einen schwungvollen Bogen, gerne mit rachialem Beiklang und höherer Fracht. Vorzugsweise auch im Nachgang begleitet mit einem kontrollierenden Griff in den Genitalbereich. Wo auch immer da der Zusammenhang ist. Sie finden diese Beschreibungen ekelerregend? Dann sollten Sie sich das mal live ansehen. Stellenweise sind ganze Bereiche des Bahnsteiges mit Speichelinseln bedeckt. Ich frage mich dabei, wieso diese Menschen es selbst nicht ekelig finden? Und an welcher Stelle hat da die Erziehung versagt? Gab es überhaupt so etwas? Wie sieht es bei solchen Menschen zu Hause aus? Aber Erziehungsmängel fokussieren sich ja nicht nur im mannigfaltigen Speichelablaß. In der Bahn geht es über das dümmliche und geistfreie Zerkratzen von Scheiben, über das Füßehochlegen auf Sitzbänke oder gar das immer beliebtere Spielchen mit den Mobiltelefonen, deren quakige Lautsprecher die Nerven der Mitfahrer bis an die Grenze strapazieren. Und seit es zum guten Ton der Asozialen gehört, Menschen, die sich über solch laute Musik beschweren, eines auf die Mütze zu geben, erheben sich nur noch die ganz Mutigen fatalistisch gegen diesen eklatanten Mangel an Gemeinsinn und gesundem Sozialverhalten. Gerne werden sich auch einmal im Angesicht der restlichen Passagiere die Fingernägel gefeilt und lustig der Staub weggeblasen. Ach, was ein Spaß. Dagegen ist das gedankenverlorene Popeln ja fast eine Bagatelle und eher eine Reminiszenz an alte Zeiten, als die Asozialen sich zumindest noch bemühten, ihren Schein zu waren. Ausblick auf Morgen? Düster. Noch lächeln Sie? Aber wenn das Benzin geradewegs so teuer wird, wie es zu befürchten steht, sehen wir und Spucker uns eh schon recht bald in Bahn und Bus. Dann spätestens werden Sie erkennen, was ich gemeint habe.

Idiotische Namensgebungen in Deutschland

Im Augenblick flimmert gerade Geistfreies über deutsche Auswanderer im sog. „Free-TV“. Wo wir schon im Kern der Sache sind. Hirnfreie Anglizismen. Aktuell trottelt hier eine, schon vom Habitus her, schlichte DEUTSCHE Familie über den Bildschirm. Mutter, Vater und drei grenzdebile Kinder wandern in die Schweiz aus. Die drei Kinder, Achtung, jetzt kommt es: Damien, Leyland und Cheyline (ich weiß nicht einmal, wie dieser Vollproll-Name geschrieben wird…). Geht es noch? Welches tragische Vakuum zwischen den Ohren treibt Horden von Deutschen dazu, diese schwachsinnigen Namen zu vergeben? Was ist nur so schlimm an Andreas, Christopher oder auch Jörg? Wie steht es denn so mit einer Landesidentität? Tradition? Und machen wir uns nichts vor, wie beknackt klingt denn z.B. Damien Müller oder Marvin Schmidt? Bei halbwegs synaptisch begabter Würdigung, ist eine solche Wahl doch nur grotesk. Und wo sind die helfenden Hände der Standesbeamten, die diesem Wahnsinn Einhalt gebieten? Schlafen die, wie ihr Ruf es nahelegt? Bitte, gebt uns unsere Stefans zurück.

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