Merkels Ignoranz – oder warum es im Volk brodelt

Das politische Spektrum wird offenbar nach wie vor beherrscht von Gutmenschen und vermeintlich politisch korrekten Verhaltensweisen. Wer kann dies angesichts der augenblicklichen Entwicklung noch ernsthaft leugnen?

Als besonders ignorant zeigt sich im Augenblick Frau Merkel, immerhin ihres Zeichens unsere Kanzlerin. Zunächst agiert Sie administrativ auf die Entlassung und Entmachtung von Thilo Sarrazin hin, dann haut sie dem geneigten Zuhörer in einem Interview um die Ohren, man möge sich doch in Deutschland an das sichtbare Vorhandensein von Moscheen gewöhnen. Vor kurzem ließ sie dann ebenfalls in einem Interview verlauten, sie habe das Buch von Thilo Sarrazin überhaupt nicht gelesen, was aber auch nicht wichtig sei (erinnert doch stark an alte DDR-Verhaltensweisen). Im übrigen solle man nun diese Sache auf sich beruhen lassen, es sei genug gesagt. Garniert wurde das alles noch mit der vorhergehenden Äußerung, man möge doch viel mehr Migranten als Lehrpersonal in den Schulen einsetzten, damit die „Vielfalt der Kulturen“ für die Kinder sichtbar würde. Schließlich solle man statt Zwang eher Anreiz zur Integration bieten.

Manchmal kann ich nicht fassen, wie sehr sich die politische Kaste vom Wahlvolk entfernt hat.

Dies mag vielerlei Gründe haben. Zuerst sicher den, daß sich kaum jemals ein politischer Amt- und Würdenträger regelmäßig in Ausländerghettos der Großstädte bewegt oder sich mit dem öffentlichen Transportsystem chauffieren läßt. Es fehlt also vollkommen an sozialer Erfahrung und somit auch an echter Kompetenz in diesen Punkten.

Dann kommt hinzu, daß eine Minderheit der Medienschaffenden die öffentliche Darstellung bestimmt. Besonders das Fernsehen tabuisiert eine freie Diskussion, Meinungen wie auch diese hier, werden sofort als brauner Schund stigmatisiert. Talk-Shows zum Thema „Migration“ werden mehrzahlig von vorbildlichen Migranten und Gutmenschen ausgerichtet, die dann bestenfalls auf einer kritischen Stimme in der Runde polemisch eindreschen. Da könnte man auch gleich einen Vegetarier fragen, wie ihm das letzte Steak gefallen hat.

So führt der Schulterschluß zwischen Politik und Medien zu einer vollkommen verzerrten Realität.

Während alle so schnell wie möglich aus der gar nicht wirklich geführten Debatte über Migration aussteigen möchten, brodelt es im Volk. Die Politikverdrossenheit wächst, schlägt um in regelrechte Wut.

Es muß in Deutschland möglich sein, auch in voreilend tabuisierten Themen, seine Meinung frei äußern zu dürfen und darüber einen fairen Diskurs führen zu können.

Milliarden verzocken oder lieber ein Buch über Ausländer schreiben?

Der eine oder andere wird sich vielleicht noch erinnern: Da gab es doch mal eine ganze Horde gieriger und skrupelloser Banker, die durch ihre asozialen Spekulationen Milliarden verzockt haben. Sie brachten die Wirtschaftswelt an den Rand des Zusammenbruchs. Der Steuerzahler trat ein und bezahlte die Zeche. Kaum war selbige getilgt, lebten die Banker wieder in Saus und Braus, während hier selbst das Geld für Straßenreparaturen fehlte. Sie spekulierten danach wieder, als hätte es die Krise und die Lehren daraus nie gegeben. Kaum jemand verlor sein Job, schon gar nicht aus Sanktionsgründen, sondern eher, weil sie ihre Bank in die Fastpleite trieben. Schönes Beispiel wäre da ein Herr Nonnenmacher, der nach wie vor nur Hohn und Spot für seine Kritiker hat, obwohl man ihm schon viele Sauereien beweisen konnte. Ein Staatsbanker wie Thilo Sarrazin. Doch den Job hat er nie verloren. Ganz im Gegenteil, man stopfte ihm auch noch Millionen an Bonus in den Rachen und läßt ihn munter gewähren, wie alle seine Kollegen, die sich damals verzockt haben.

Nun schreibt ein Banker wie Thilo Sarrazin nur ein kontroverses Buch und fliegt wahrscheinlich im hohen Bogen und gegen alle Rechtslagen aus seinem Job. Dabei hat er nicht einen müden Euro des Steuerzahlers gefährdet und gar verschleudert.

Es ist schön, daß in einer Demokratie mit freier Meinungsäußerung alle immer gleich behandelt werden.

Sarrazins Thesen – eine Detailbetrachtung

Die Wellen um das am Montag von Thilo Sarrazin erscheinende Buch „Deutschland schafft sich ab“ wollen sich nicht glätten.

Fast hysterisch drischt jeder auf Sarrazin und sein Buch ein. In dem Diskurs vermisse ich nach wie vor eine sachliche Auseinandersetzung mit der Materie.

Aus diesem Grund fische ich mir aus der Vorabveröffentlichung ein paar Fragmente zur Begutachtung heraus:

„In Berlin werden 20 Prozent aller Gewalttaten von nur 1000 türkischen und arabischen jugendlichen Tätern begangen, eine Bevölkerungsgruppe, die 0,3 Promille der gesamten Berliner Bevölkerung stellt.“

Ich unterstelle einmal, daß diese Zahlen halbwegs der Wahrheit entsprechen. Im Grunde läßt sich hier doch gar nichts beschönigen oder gar diskutieren. Es belegt das Empfinden vieler Bürger, die Straftaten überproportional oft von Migranten ausgehen sehen. Das ist augenscheinlich eine echte Schieflage, der man von staatlicher Seite nicht nur mit Kleinststrafen oder gar nur „normverdeutlichen Gesprächen“ beikommt. Wenn man aber für die nüchterne Darlegung solcher Zahlen mit anschließender Subsumtion schon gleich massive Schelte erntet, ist das eine Art sozialer Zensur. Und natürlich führt das zu Frust bei denen, die eine Korrektur bei der Einwanderung oder Integration erwarten. Und so schlußfolgert Thilo Sarrazin: „Wem ist eigentlich geholfen, wenn man offenkundige Tatsachen unterdrückt, die selbst die einsichtigen Betroffenen nicht leugnen? Sicherlich weder der Wahrheit noch der Integration.“

Vollkommen richtig.

„Ein Gradmesser für die Integrationsbereitschaft ist das Heiratsverhalten. Es steuert zudem das Tempo der Auflösung von Parallelgesellschaften beziehungsweise verhindert, dass sie in größerem Umfang entstehen. Hier sieht es schlecht aus, denn nur drei Prozent der jungen Männer und acht Prozent der jungen Frauen mit türkischem Migrationshintergrund heiraten einen deutschen Partner, bei den Russlanddeutschen sind es dagegen 67 Prozent.“

„Die türkischen Migranten heiraten zu über 90 Prozent wiederum Türken; rund 60 Prozent der Ehen türkischer Staatsbürger in Deutschland werden mit einem Partner aus der Türkei geschlossen. Diese Importpartner weisen durchweg eine sehr niedrige Bildung auf. In Berlin sind zehn Prozent von ihnen Analphabeten, 28 Prozent haben eine Schule nur bis zum fünften Schuljahr besucht.“

Das genau ist eines der Kernprobleme bei der, speziell türkischen, Einwanderung. Ich kann diesen Äußerungen nur beipflichten. Wenn ich mir vorstelle, daß tatsächlich unfaßbare 60 Prozent der Türken ihre Frauen aus der Heimat rekrutieren, kommt mir deren Sozialverhalten noch archaischer als vorher schon von mir gedacht vor. Solches Heiratsverhalten ist, wie richtig eerkannt, eine Autobahn in die Isolation und in die Bildung von sozialschädlichen Parallelgesellschaften. Auch hier kann ich nichts entdecken, was diese Aufregung rechtfertigt.

Tatsächlich ist doch der echte Skandal, daß die Politik nahezu geschlossen und pauschal über die Veröffentlichungen herfällt, ohne in eine sachbezogene Erörterung einzusteigen. Lediglich das Internet spricht zensurfrei seine Beipflichtung aus.

Nun enthält das Buch natürlich sehr viel mehr Passagen als bisher bekannt. Also sollte man zuerst selbiges vollständig lesen und dann eine sachliche Diskussion anstreben. Totschweigen oder den Protest samt Autor pauschal in die rechte Ecke zu drängen, wäre fatal.

Die Thesen des Thilo Sarrazin – Danke für die offenen Worte

Zunächst gebe ich zu, Herrn Sarrazin nicht unbedingt zu mögen. Manche seiner provokanten Thesen sind auch in diesem Blog schon gescholten worden. Doch jetzt bringt Herr Sarrazin ein Buch heraus („Deutschland schafft sich ab“) und beschäftigt sich nach Vorabveröffentlichungen offenbar  mit der Überfremdung, Integrationsunwilligkeit und dem schleichenden Niveauverlust durch Migranten. Damit schneidet er ein sehr heikles Thema an, das die meisten anderen seiner politischen Mitstreiter artig umgehen.

Doch sitzen Politiker ja mittlerweile in einem geradezu himmelweiten Elfenbeinturm. Hat jemals ein politischer Würdenträger den abendlichen Fußweg durch ein echtes Problemviertel gewagt? Oder ist ein Sigmar Gabriel schon einmal, wenn er höflich auf der Straße um Platz gebeten hat, sogleich und anlaßfrei als „Drecksdeutscher“ oder „Kartoffelfresser“ beschimpft worden? Sind überhaupt jemals Politiker in echten Alltagssituationen gesichtet worden? Nein. Die politische Kaste verliert den Kontakt zu ihrer eigenen Bevölkerung. Ein problematischer Prozeß der sozialen Entrückung.

Und dann kommt ein Mensch wie Thilo Sarrazin und redet einfach Klartext. Zwar provozierend und nicht immer so weichgespült, wie man es von einem deutschen Politiker erwartet, doch inhaltlich wohl durchaus richtig und vor allem spricht er offen aus, was so viele mittlerweile denken. Und schon kommen sie wieder, die Gutmenschen und „Mundtotmacher“, die mit dem Mäntelchen der politischen Korrektheit sofort jede Kritik bei diesem Thema ausradieren wollen. Ganz vorneweg natürlich sofort wieder das deutsche Hauptempörungsorgan, der „Zentralrat der Juden“. Sarrazin solle doch schleunigst zur NPD wechseln. Daß hier höchstwahrscheinlich gar kein Jude durch die Äußerungen Sarazins betroffen ist und daß Israel selbst doch nur zu gern dem einen oder anderen Orientalen überreagierend das Haus wegsprengt oder gleich mal die ganze Familie kaltmacht, ist ja längst kein Grund, sich hier nicht blind über jeden Kram zu erheben. Daß Cem Özdemir gleich unsachlich lospoltert, na, das versteht sich ja von selbst. „Stammeskrieger“ wurde da leichtfertig als Betitelung von ihm ausgeworfen.

Ich erinnere daran, daß man in Deutschland (noch) Meinungs- und Redefreiheit genießt. Insofern darf auch ein Thilo Sarrazin seine persönliche Meinung äußern. Und die Aufregung um das Thema zeigt doch, wie sehr es den Menschen unter den Nägeln brennt. „Alle Macht geht vom Volke aus“, gebe ich gerne wieder zu erinnern.

Es bleibt zu hoffen, daß sich die Wogen glätten und die politischen Entscheidungsträger sich endlich nachhaltig diesem Themenkreis widmen und damit die Befürchtungen großer Bevölkerungsteile ernstnehmen.

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