Und es trug sich zu, daß sich die bislang braven Bürger im Ländle am Größenwahn der Deutschen Bahn in Stuttgart störten. Stuttgart 21 wurde zum Exempel bürgerlicher Wut. Doch was taten die Mächtigen? Im Grunde nichts. Die Polizei ging gegen friedliche Demonstranten mit einer bisher kaum gekannten Brutalität vor. Niemand wurde zur Rechenschaft gezogen. Ministerpräsident Mappus, in seinem Agieren eher ungelenk, sprach ein Machtwort: Der Willen des Bürgers ist unerheblich. Bahnchef Grube, ein selten arroganter Vertreter der Managerkaste, warf ebenso zornig wie überheblich den Ausspruch „Stuttgart 21 wird gebaut, basta!“ aus.
Hochmut kommt vor dem Fall.
Und so wählten die Bürger die Hochmütigen einfach ab.
Eine auch überregional nutzlose FDP wurde gleich mitkassiert. Warum bei denen keiner versteht, daß schamlos vorgetragene Klientelpolitik und ein Guido Westerwelle, mit dem politischen Format einer Comicfigur, nicht wählerfreundlich sind?
Ein erfreulicher Nebeneffekt der Wahl: Die SED-Kommunisten blieben unter 5 Prozent.
Stellt sich nur die Frage, ob die Baden-Württemberger wissen, was sie sich da gewählt haben:
Eine lästige und unerträgliche Claudia Roth und die Islamisierungsspeerspitze Cem Özdemir, der sofort, mit einer bei der CDU abgeschauten Hochmütigkeit, mehr Rechte für seine Migranten forderte.
Außerdem haben die Grünen bislang immer bewiesen, daß sie nur stark im Rummosern und sehr wenig leistungsfähig im Regieren sind. Nur dagegen zu sein, das ist zu schlicht.
Aber in Zeiten von Fukushima und schwarz-gelber Bonzenpolitik, darf man hoffnungsvoll gespannt sein, was jetzt im Ländle geschehen wird.
Ein erster, positiver Effekt: Die Bahn stellt die Bauarbeiten an Stuttgart 21 zunächst ein.
Wir dürfen also gespannt sein.



